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Ist das Lattenrost wichtig?

Ist das Lattenrost wichtig? - Funktion, Definition und Anwendung

Das Lattenrost, in einigen Bauformen auch Federholzrahmen genannt, ist eine Baugruppe des Bettes, die ein bequemes Liegen unterstützt und damit eine wichtige Voraussetzung für einen erholsamen Schlaf darstellt. Ob das Lattenrost wichtig ist, fragen sich viele Kunden - insbesondere, wenn noch kein Bettsystem für die Matratze vorhanden ist. Zwar ist ein erholsamer Schlaf ohne Lattenrost möglich, jedoch kann es schneller zu Abnutzungserscheinungen bei der Matratze kommen und wer nicht auf dem harten, unnachgiebigen Boden schlafen möchte, benötigt eine entsprechende Schlafunterlage. Zudem sollte die Matratze qualitativ hochwertig sein, um die nötige Körperunterstützung zu bieten.

Der Begriff „Latte“ bezieht sich auf die rechtwinklig zur langen Seite des Rahmens angebrachten Leisten, die in ihrer Gesamtheit die Unterlage für die Matratze bilden. In der Holzversion besteht eine solche Leiste heute gewöhnlich aus sechs bis sieben verleimten Lagen Schichtholz. Zudem kommen auch Innovationen auf den Markt, die das Lattenrost elektrisch verstellbar machen. Ist das Lattenrost wichtig? Zumindest bieten aktuelle Produkt-Variationen einen neuartigen Schlafkomfort.

Lattenrost Entwicklung und Geschichte

Betten hatten früher einfache Bretter als Unterlage unter der Matratze oder dem Stroh. Dabei war die gesamte Elastizität für die erholsame Liegeposition des Schlafenden eine Funktion der Matratze. Die Unterlage gab nicht nach. Mit der Industrialisierung wurden diese Unterlagen, regional unterschiedlich häufig, durch stabile Drahtgitter (Drahtmatratze) oder Sprungfederrahmen ersetzt. Die Drahtmatratze besteht aus einem Geflecht von Drahtteilen, die durch Metallfedern längselastisch aufgehängt werden. Die etwas teureren Drahtmatratzen (Sprungfederrahmen) haben in Metallbögen abgespannte Drahtfedern, die das Geflecht vertikal abfedern. Gegen die Geräuschentwicklung bei Belastung kann die Aufhängung durch kleine Lederscheiben isoliert werden. Zusätzlich wurde auf das Metall noch eine stabile Schondecke gelegt und anschließend die eigentliche Matratze.

Je nach konstruktiver Auslegung brachte diese Unterlage einen erkennbaren Elastizitätsanteil für das Liegen und erhöhte den Schlafkomfort. Nachteil dieser Unterlage war, dass nach einiger Zeit der Nutzung eine Kuhlenbildung (meist im Hüftbereich des Liegenden) entstand. Die für das erholsame Schlafen notwendige Entlastung der Wirbelsäule wurde nicht erreicht. Ein weiterer Nachteil ist, dass bei den vielen miteinander beweglich eingehängten Metallelementen Geräusche unvermeidbar sind und nicht selten beim Umdrehen auch lauter quietschen.

Die Firma Lattoflex, Bremervörde, hat den Lattenrost 1957 erfunden. Die Erfindung hat sich inzwischen vor allem in Europa durchgesetzt; es ist beinahe gesellschaftlicher Konsens, dass das Lattenrost wichtig und essentiell für den Schlafkomfort ist. Konstruktiver Lattenrost Vorteil ist die Verteilung der Elastizitätsfunktion auf viele einzelne Leisten. In jedem Körperbereich lässt sich der Elastizitätsgrad einstellen; insofern ist das Lattenrost wichtig, da es spürbar zu einer Entspannung des Körpers beiträgt. In den USA ist dagegen das Boxspringbett weit verbreitet.

Lattenrost Funktion und Aufbau

Ein Lattenrost hat einen stabilen Rechteckrahmen (Holz, Metall, Kunststoff), der etwas kleiner als das Innenmaß des Bettrahmens ist. Auf diesem Rahmen sind Leisten üblicherweise aus Holz, in Sonderfällen auch aus faserverstärktem Kunststoff befestigt. Als Befestigung dient in der Regel eine elastische Kunststoffhalterung (Loslager). Die Leisten können einfach oder doppelt in Bereichen höheren Körpergewichtes (z. B. Hüfte) gelegt sein. Zudem unterscheidet man Lattenroste in holmüberlappenden und innenliegenden. Bei einem holmüberlappenden Lattenrost liegen die flexiblen Leisten über dem Holm. So kann auch der äußere Bereich des Lattenrostes eine Federung ermöglichen. Im Gegensatz dazu ist beim innenliegenden Lattenrost der äußere Bereich starr.

Warum das Lattenrost wichtig ist:

Aufgrund der Belüftung ist das Lattenrost wichtig. Durch den Abstand zum Boden und den Öffnungen zwischen den Leisten ist eine Luftzirkulation möglich, welche zur Matratzenhygiene beiträgt.

Eine elastische Lagerung des Menschen, die auf Körperform und -gewicht des Liegenden Rücksicht nimmt (d. h. sowohl in Rücken- als auch in Seitenlage die Wirbelsäule zur Entlastung gerade zu lagern). Diese Funktion erfüllt das Lattenrost gemeinsam mit der Matratze - die richtige Kombination kann hier zu einem optimalen Schlafkomfort führen.

Entwicklung und Innovation: Von Brettern zum elektrischen Lattenrost

Die Erstentwicklung des Lattenrostes hat die Möglichkeit der individuellen Linienunterstützung gebracht. Die Leisten ermöglichen durch ihre rechtwinkelige Anordnung zur Liegelage jeweils spezielle Federverhalten in ihrem Bereich. Der noch relativ starre Holzlattenrost kann aber noch nicht alle Besonderheiten der Körperform und des -gewichtes auffangen. Heutige High-Tech-Werkstoffe wie Glas- und Karbonfasern haben eine Weiterentwicklung ermöglicht. Moderne Bettunterfederungen besitzen eine sehr hohe Dichte von Auflagepunkten, die sich dem Körper ergonomisch flexibel anpassen und ihn so punktgenau unterstützen.

Eine weitere Innovation ist das FLEXBONE-System, welches in der Matratze integriert ist. Hier werden elastische Stäbe aus Hochleistungs-Verbundkunststoff in der Matratze integriert; diese können individuell je nach Körperbau angepasst werden. So erhält der Körper die individuell angenehmste Unterstützung, was das gesamte Liegegefühl optimiert.

Um entspannende Sonderlagerungen zu ermöglichen, wurde aufgrund von Erfahrungen mit der Behandlung von kranken Menschen die Aufteilung des Lattenrostes in bewegliche Segmente (Rücken-, Unterschenkel-, Oberschenkelbereich) entwickelt. In den Anfangsjahren waren diese Segmente nur manuell mit Körperkraft verstellbar. Heute sind immer mehr Lattenroste mit einem oder mehreren elektromotorischen Antrieben ausgestattet, welche inzwischen immer öfter in Online Shops für zuhause angeboten werden.

Verbindung von Bett und Lattenrost

Der Lattenrost wird lose in den Bettrahmen eingelegt. Der Bettrahmen hat hierfür stabile Auflagen in einer Höhe, die den kompletten Lattenrost und einen Teil der Matratze aufnimmt. (Maßbeispiel für die Auswahl eines Lattenrostes: Nennmaß des Bettes 200 cm × 90 cm gleich Innenmaß des Bettrahmens. Außenmaße des Lattenrostes z.B. 198 cm × 89,5 cm).

  • Rahmenrost: Holzrahmen mit Einzelleisten, die in Kunststoffelementen gelagert sind. Sehr einfache Version mit wenig Leisten (< 20 Leisten). Normale Ausstattung (> 25 Leisten und Abstand der Leisten < 4 cm)
  • Anpassbarer, einfacher Lattenrost: Rahmenrost mit mehreren zusätzlichen Doppelleisten im Bereich des höheren Gewichtes (Hüfte), deren Federverhalten durch schiebbare Spanner angepasst werden kann.
  • Beweglicher Lattenrost: Geteilt in mehrere Segmente, um dem Rücken und / oder den Beinen besondere Lagerungsformen zu ermöglichen. Üblich 4 bis 5 Segmente. Diese Segmente sollten nach ergonomischen Prinzipien aufgeteilt sein. Die Segmente sind manuell bewegbar oder werden elektromotorisch verstellt. Die Segmente sind für das elektrische Lattenrost wichtig, da sie die Weiterentwicklung der ergonomischen Felxibilität darstellen.
  • Rollrost: Latten aus Schichtholz oder Vollholz, die mit einem flexiblen Band oder Draht verbunden sind. Ermöglicht Belüftung der Matratzenunterseite, ist leicht und platzsparend beim Transport oder im Falle der Einlagerung.

Das Lattenrost erfüllt mehrere Funktionen - unter anderem die elastische Körperunterstützung. Die beständige Weiterentwicklung eröffnet neue Möglichkeiten für einen noch besseren Schlafkomfort. Jedoch unabhängig von den Produkt-Innovationen ist das Lattenrost wichtig, da es spürbar zum Schlafkomfort beiträgt.

Tags: COSY Guide

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